Sprachreisebericht London - Alicha M.
London - die Szenestadt! Als ich hörte, dass ich eine unserer Partnerschulen in London besuchen darf, war das mein erster Gedanke. Was gibt es alles zu sehen und zu unternehmen? Sehr viel! Ich wusste gar nicht womit ich anfangen sollte und ob ich alles schaffen würde in einer Woche. Na ja, zuerst musste ich mal nach England kommen.
Mein Abflug war am 01.03.09 um 7 Uhr von Düsseldorf nach London-Heathrow, dem Flughafen mit dem größten Passagieraufkommen in Europa und drittgrößte auf der ganzen Welt. Nach dem knapp einstündigen Flug hob ich mir erst einmal an einem Bankautomaten Britische Pfund ab, damit ich mir an der Tube Station eine Oyster Card kaufen konnte. Das ist übrigens die beste Möglichkeit, wenn man viel in London unternehmen möchte. Mit ihr kommt man (je nachdem welche Stufe man nimmt) zu allen Sehenswürdigkeiten und kann das komplette öffentliche Verkehrsnetz benutzen.
Mit der Oyster Card konnte ich dann auch zur meiner Gastfamilie nach Crystal Palace, dem Stadtteil, in dem sich auch unsere Partnerschule befindet, fahren. Noch in Deutschland hatte ich mir die Fahrzeiten und die schnellste Verbindung von Heathrow nach Crystal Palace heraus gesucht. Nach der fast zweistündigen Fahrt musste ich das Haus meiner Gastfamilie suchen. Den Reiseunterlegen sei Dank konnte ich die Straße recht schnell finden und war in fünf Minuten bei der Gastfamilie, von der ich sehr herzlich empfangen wurde. Bevor ich mich versah bekam ich einen echten britischen Tee mit Milch und Zucker und konnte mich von der mehrstündigen Reise etwas erholen.
Ich kam direkt mit meinen Gasteltern ins Gespräch und wir verstanden uns von der ersten Minute an super. Meine Gastmutter zeigte mir das Haus und mein Zimmer. Ich war begeistert - ich bekam ein Einzelzimmer mit Blick auf den liebevoll gepflegten Garten. Nachdem ich alles ausgepackt hatte, zeigte mir mein Gastvater den recht simplen Weg zur Schule. Crystal Palace ist ein kleiner Vorort von London und das Gute daran ist, dass alle Gastfamilien nicht weiter als 20 Minuten Fußweg von der Schule entfernt sind.
Aber auch der Weg in die Stadtmitte ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu bewältigen. Mit Bahn und U-Bahn und einem Umstieg an der Victoria Station befand ich mich schon nach einer guten halben bis Dreiviertelstunde mitten im Zentrum Londons. Was für eine beeindruckende Stadt! Ein Shoppingparadies! Zusammen mit einer Freundin, die zur gleichen Zeit eine Sprachreise nach London unternahm, jedoch an einer anderen Sprachschule war, stürzte ich mich in das lebhafte Treiben der Einkaufsstraßen rund um die Oxford Street. Nachdem wir unendlich viele Kaufhäuser und Geschäft durchstöbert hatten wurde es Zeit für eine kleine Pause. Deshalb steuerten wir die Orangerie in den Kensington Gardens an und verarbeiteten die unzähligen neuen Eindrücke bei Kuchen, Scones und Afternoon Tea.
Nach einem ruhigen Abend war ich dann sehr gespannt auf den Montagmorgen. Wie würde wohl der Unterricht des Sprachkurses werden? Wer würden meine Mitschüler sein? Wie würden die Lehrer sein? Es gab Fragen über Fragen, die mir nachts durch den Kopf gingen. Doch jede Sorge war unbegründet. Als ich am Montagmorgen in die Schule kam, erwarteten mich eine Menge netter Mitschüler und Lehrer. Nachdem wir in die verschiedenen Gruppen eingeteilt wurden, begann der Unterricht. Da ich einen Intensivkurs gebucht hatte, kam ich zwei verschiedene Kursgruppen. Den Vormittagsunterricht sollte ich ab sofort in einer Gruppe mit 15 Mitschülern verbringen. Mein Kurs für den Nachmittagsunterricht bestand aus 9 Sprachschülern. An dieser Stelle muss ich sagen, dass mir der Unterricht am Vormittag leider nicht so viel Spaß gemacht hat. Dadurch, dass in diesem Kurs viele Schüler mit sehr starkem Akzent waren, kam es andauernd zu Verständigungsproblemen. Diese beeinträchtigten, wenn sie auch oft lustig waren, den Lernerfolg recht stark. Auch wenn mir der Vormittagsunterricht für mein Englisch nicht so viel gebracht hat, so habe ich trotzdem durch das unglaublich internationale Publikum eine Menge über deren Kulturen gelernt. Der Nachmittagsunterricht hingegen hat mein Englisch dafür umso mehr verbessert. Hier war ich mit eher fortgeschritteneren Schülern in einem Kurs. Der Lehrer brachte tolle Unterrichtsmethoden ein, wie z.B. ein Quiz über England. Außerdem durften wir selbstständig in Gruppen kurze Referate halten. In diesem Kurs habe ich viel gelernt.
Die Schule in London selbst hat auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht. Es gab eine Cafeteria, in der man jederzeit etwas zu Essen und zu Trinken für zwischendurch bekam. Außerdem gab es einen großen PC-Raum, und die Leute waren alle sehr freundlich. Toll fand ich auch die Residenz der Schule. Diese befindet sich direkt an der Schule und ist damit für Sprachschüler optimal.
Nach der Schule stand fast jeden Tag eine ausgiebige Shoppingtour durch Londons Innenstadt auf dem Plan. Aber natürlich habe ich während meines Sprachaufenthalts in London auch noch andere Dinge als Marks & Spencer-Läden gesehen. So habe ich mit meiner Freundin alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von London besucht. Mit Big Ben, Buckingham Palace oder London Eye sind dabei nur wenige Orte genannt. Das Metropolen-Feeling in London ist einfach unbeschreiblich! Nach so anstrengenden Sightseeing- und Shopping-Touren kann man sich übrigens bestens im schönen Hyde-Park erholen. Hier haben wir unsere Erlebnisse regelmäßig bei Cupcakes und Sandwiches Revue passieren lassen.
Die Abende habe ich oft zuhause mit meiner Gastfamilie verbracht. Beim gemeinsamen Fernsehen oder Essen konnte ich mein Englisch weiter üben und es war schön, das Leben einer englischen Familie mal hautnah miterleben zu können. Auch das englische Essen ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert!
Ein ganz besonderes Erlebnis war dann auch noch unser Besuch des Musicals Phantom der Oper im Her Majesty's Theatre. Ganz in der Nähe vom Piccadilly Circus erlebten wir hier einen unvergesslichen Abend. Den Besuch des Musicals kann ich jedem Sprachschüler nur wärmstens empfehlen, es war wirklich toll! Nach Ende der Vorstellung musste ich mich jedoch direkt auf den Heimweg begeben, da nachts die Verbindung nach Crystal Palace nicht ganz so gut ist wie tagsüber.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich jederzeit wieder eine Sprachreise nach London unternehmen würde. Die Schule und vor allem die Stadt sind einfach super, um einen Sprachkurs mit einem tollen Stadturlaub zu verbinden!
Alicha M.
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